Wo bekomme ich Hilfe bei der Erstellung eines Hygiene-Konzepts?
Zu den aktuellen Lockerungen gehört, dass Abstands- und Hygiene-Regeln einzuhalten sind. Der Krisenstab der Stadt Hanau bietet die Unterstützung der „Hygiene-Helfer“ an. Sie haben praxistaugliche Konzepte erarbeitet, beraten telefonisch und vor Ort. Das Team unter der Leitung von Dr. Silke Hoffmann-Bär erreichen Sie via Mail hygiene-corona@hanau.de.
Wie bereite ich mich am besten auf die Wiedereröffnung meines Gastrobetriebes vor?
Erstellen Sie ein individuelles betriebliches Hygienekonzept, das sowohl Ihre Mitarbeiter*innen als auch Ihre Gäste berücksichtigt. Schulen Sie alle Mitarbeiter*innen und beachten Sie dabei deren speziellen Arbeits- und Aufgabenbereich. Sorgen Sie für ausreichend Mund-Nase-Masken für Ihr Personal und klären Sie Ihre Mitarbeiter*innen über den richtigen Gebrauch der Masken auf. Küchenpersonal, Kellner*innen und das gesamte Servicepersonal müssen eine Maske tragen.
Sorgen Sie bereits vor der geplanten Wiedereröffnung für ausreichend Abtrenner, Bodenmarkierungen und Reinigungsmittel.
Richten Sie Ihr Reservierungssystem auf eine verminderte Anzahl von Gästen ein. Informieren Sie Ihre Gäste am besten im Vorfeld über Ihre neuen, voraussichtlich geringeren Öffnungszeiten und die vorgesehenen Schutzmaßnahmen.
Worauf muss ich beim Stellen von Tischen achten?
Zwischen Gästen, die an unterschiedlichen Tischen sitzen, sollte ein Mindestabstand von 1,5 m gewährleistet werden. Der Mindestabstand gilt überall dort, wo es keine ausreichenden Trennvorrichtungen im Bereich von Oberkörper und Kopf gibt. Personen, denen gemäß der Rechtsverordnung des Landes Hessen der Kontakt untereinander gestattet ist, ist auch das gemeinsame Sitzen im Restaurant ohne Mindestabstand erlaubt.
Was ändert sich im normalen Betriebsablauf?
Sorgen Sie dafür, dass der Kontakt zu den Gästen auf das Nötigste reduziert wird. Zwischen Servicepersonal und Gästen sollte ein Abstand von mind. 1,5m eingehalten werden. Dabei können Sie auch Hilfsmittel wie Alltagsmasken, Tabletts oder Servierwagen nutzen.
Berechnen Sie bereits im Vorfeld, welche maximale und verbindliche Personenzahl sich gleichzeitig in Ihrem Betrieb aufhalten darf. Stellen Sie sicher, dass die maximale Belegungszahl zu keinem Zeitpunkt überschritten wird. Um Warteschlangen zu vermeiden, empfehlen wir (elektronische) Reservierungssysteme und das Arbeiten in Schichtsystemen.
Was muss ich für den Innenbereich besonders beachten?
Stellen Sie für Ihre Gäste und Mitarbeiter*innen ausreichend Waschgelegenheiten, Flüssigseife, Einmalhandtücher und ggf. Händedesinfektionsmittel bereit. Schulen Sie Ihre Mitarbeiter*innen zum richtigen Händewaschen und hängen Sie ggf. einen Flyer dazu über die entsprechenden Waschbecken.
Sorge Sie dafür, dass möglicherweise kontaminierte Gegenstände (z. B. Türen, Türgriffe, Arbeitsflächen) regelmäßig gereinigt oder desinfiziert werden.
Als verantwortliche/r Gastronom/in sind Sie verantwortlich dafür, dass Aufbewahrung und Reinigung von Arbeitskleidung sowie die sonstige Wäschereinigung
(z. B. Tischwäsche) unter Beachtung des Arbeitsschutzstandards und der Hygienestandards erfolgt.
Lüften Sie Räume, in denen sich Ihre Gäste und/oder Mitarbeiter*innen länger aufhalten, regelmäßig.
Gibt es besondere Vorschriften für den Sanitärbereich?
Reinigen Sie Ihre Gästetoiletten regelmäßig. Stellen Sie Ihren Gästen Flüssigseife, Einmalhandtücher und ggf. Händedesinfektionsmittel und Einmalhandschuhe zur Verfügung. Anhand eines Aushangs können Sie Ihre Gäste über richtiges Händewaschen und Abstandsregelungen auch im Sanitärbereich informieren. Soweit erforderlich, regeln Sie den Zugang zur Gästetoilette.
Was ändert sich am Service für meinen Betrieb?
Bei Bewirtung in geschlossenen Räumen sowie im Außenbereich müssen von allen Gästen Name, Anschrift und Telefonnummer unter Beachtung der datenschutzrechtlichen Bestimmungen erfasst werden, um eine mögliche Nachverfolgung von Infektionen sicherzustellen. Die erfassten personenbezogenen Daten müssen für die Dauer eines Monats ab Beginn des Besuchs geschützt vor Einsichtnahme durch Dritte für die zuständigen Behörden vorgehalten und auf Anforderung an diese übermittelt sowie unverzüglich nach Ablauf der Frist gelöscht oder vernichtet werden. Bei offenkundig falschen Angaben (Pseudonymen, „Spaßnamen‘‘) ist auf die korrekte Angabe der personenbezogenen Daten hinzuwirken oder vom Hausrecht Gebrauch zu machen.
Sorgen Sie dafür, dass keine Gegenstände zur gemeinsamen Nutzung (z.B. Salz- und Zuckerstreuer, Pfeffermühlen, Essig- und Ölflaschen) bereitgestellt werden. Nutzen Sie nach Möglichkeit Einweg-Speisekarten oder abwischbare Speisekarten, die nach jedem Gast gereinigt werden können. Beschränken Sie den haptischen Kontakt Ihrer Gäste zu allen Bedarfsgegenständen (Tabletts, Servietten) auf das Notwendigste. Achten Sie darauf, dass nach der Benutzung entweder eine Reinigung oder Auswechslung erfolgt.
Schränken Sie nach Möglichkeit Selbstbedienung und Buffets so weit wie möglich ein. So minimieren Sie den Kontakt zwischen den Gästen und Lebensmitteln.
Was muss in der Küche beachtet werden?
Bei Anlieferung, Einlagerung und Verarbeitung von Lebensmitteln müssen Sie auf die allgemeinen Hygieneregeln achten, auch wenn keine Fälle der Infektion mit Coronaviren über den Kontakt mit Lebensmitteln bekannt sind.
Sorgen Sie dafür, dass auch in der Küche der Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten wird, ggf. kann das Speisenangebot darauf abgestimmt werden. Wo dies nicht möglich ist, wird Ihren Mitarbeitern dringend empfohlen Masken zu verwenden. Wir empfehlen Ihren Küchenmitarbeitern das Tragen der Masken auch, wenn der Mindestabstand eingehalten werden kann.
Stellen Sie sicher, dass bei Spülvorgängen eine Temperatur über 60 °C erreicht wird, da die Desinfektion des Geschirrs und der Gläser dies erfordert. Gläser sollten nur mit einer Spülmaschine gereinigt werden, das Spülen von Hand ist momentan untersagt.
Was mache ich, wenn sich Gäste nicht an Hygieneregeln halten?
Kommunizieren Sie die Notwendigkeit der Einhaltung von Hygienemaßnahmen auch rechtzeitig an Ihre Gäste. Am besten informieren Sie Ihre Gäste über die Zutrittsbeschränkungen und Abstandsregeln durch Aushänge. Sie sind dafür verantwortlich, dass sowohl Ihre Mitarbeiter*innen als auch Ihre Gäste die vereinbarten Hygieneregeln einhalten. Bei Verstößen sollten Sie entsprechende Maßnahme ergreifen. Sie sollten in solch einem Fall konsequent von Ihrem Hausrecht Gebrauch machen.
Was mache ich, wenn ich über kein elektronisches Reservierungssystem verfüge?
Sie können Ihren Betrieb auch ohne ein elektronisches Reservierungssystem öffnen. In Abhängigkeit von der Größe Ihres Betriebes müssen Sie die maximale Belegungszahl bestimmen. Wenn diese überschritten ist, dürfen keine weiteren Gäste eingelassen werden oder im Außenbereich Platz nehmen. Wir bitten Sie darauf zu achten und auch Warteschlangen zu vermeiden. Unsere Empfehlung: Arbeiten Sie ausschließlich mit Tischreservierungen. Das gibt Ihnen einen Überblick über die Gästezahl und hilft Ihnen bei der Einhaltung der Höchstgrenze. Bei der Annahme der Reservierung können Sie zudem die Kontaktdaten der Gäste direkt abfragen. Der Betriebsinhaber ist verpflichtet, Name, Adresse und Telefonnummer jedes Gastes zu notieren, um ggf. eine Infektionskette nachvollziehen zu können. Datenschutzrechtliche Bestimmungen müssen dabei eingehalten werden. Die erfassten personenbezogenen Daten müssen für die Dauer eines Monats ab Beginn des Besuchs geschützt vor Einsichtnahme durch Dritte für die zuständigen Behörden vorgehalten und auf Anforderung an diese übermittelt sowie unverzüglich nach Ablauf der Frist gelöscht oder vernichtet werden. Bei offenkundig falschen Angaben (Pseudonymen, „Spaßnamen‘‘) ist auf die korrekte Angabe der personenbezogenen Daten hinzuwirken oder vom Hausrecht Gebrauch zu machen.
Was muss ich beachten, wenn ich auch draußen Tische stehen habe?
Die Stadt Hanau hebt im Bereich der Plätze die Beschränkungen auf, das heißt, die Gastronomen können die von ihnen genutzte Fläche ausdehnen. Mit dieser Maßnahme sind sie flexibler bei der Bestuhlung, können die Hygieneregeln besser einhalten und haben Aussicht auf mehr Umsatz bei schönem Wetter. Da die Feuerwehrzufahrten und Rettungswege aber frei bleiben müssen, ist eine Absprache mit der zuständigen Straßenverkehrsbehörde obligatorisch.
Fallen dafür Gebühren an?
Nein. Aktuell verzichtet die Stadt Hanau wegen der Corona-Krise auf die Erhebung von Gebühren für die Sondernutzung.
Was muss ein Sportverein beachten, wenn er den Betrieb wiederaufnehmen will?
Die Stadt Hanau öffnete am 13. Mai ihre Außensportanlagen sowie frühestens am 18. Mai ihre Sporthallen. Die Nutzer müssen ein Hygienekonzept vorlegen und Verantwortliche für dessen Einhaltung benennen. Der Sportbetrieb ist auch nur in begrenztem Umfang gestattet: Wettkampfbetrieb, der nicht im Bereich des Spitzen- und Profisports liegt, ist untersagt. Zuschauer sind nicht gestattet. Der Trainingsbetrieb ist gestattet, wenn er kontaktfrei ausgeübt wird und ein Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen Personen gewährleistet ist. Hygiene und Desinfektionsmaßnahmen müssen, besonders bei der gemeinsamen Nutzung von Sportgeräten, durchgeführt werden. Umkleidekabinen, Dusch- und Waschräume und Gemeinschaftsräumlichkeiten müssen geschlossen bleiben, lediglich Toiletten und Handwaschbecken sind zugänglich. Die Nutzer müssen überdies darauf achten, dass sich beim Zutritt zu den Sportstätten keine Warteschlangen bilden.
Was muss ein Fitnessstudio beachten, das den Betrieb wiederaufnehmen will?
Für Fitnessstudios gelten die gleichen Hygieneregeln wie für Sportvereine. Sie dürfen ab 15. Mai öffnen, wenn sie ein umfassendes Hygienekonzept vorlegen können.
Was muss eine Tanzschule beachten, die den Betrieb wiederaufnehmen will?
Tanzschulen sind keine Tanzlokale im Sinne der Verordnung. Der Tanzunterricht ist jedoch von Tanzveranstaltungen (z. B. Tanzpartys in Tanzschulen) abzugrenzen. Diese sind grundsätzlich verboten. Tanzen in der Tanzschule darf in der Regel nur kontaktfrei erfolgen. Ausgenommen hiervon sind Personen, die im gleichen Hausstand leben bzw. zwar nicht im gleichen Hausstand leben, aber Ehe- oder Lebenspartner/partnerinnen bzw. Lebensgefährt/innen sind. Beim Tanzunterricht muss die Gruppengröße so reduziert werden, dass jederzeit der Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen Personen gewährleistet ist und die sonstigen Hygieneregeln eingehalten werden. Sollten Umkleidekabinen, Dusch- und Waschräume sowie Gemeinschaftsräumlichkeiten und Sportgeräte (Ballettstange) zur Verfügung stehen, müssen diese wie beim Sportbetrieb behandelt werden.