Welche Vorbereitungsmaßnahmen treffen die Hanauer Krankenhäuser?
Unsere Kliniken sind für Epidemien und Pandemien gerüstet. Sie verfügen über Isolierzimmer und hervorragend ausgebildetes Personal. Zudem sind Krankenhäuser in die Katastrophenpläne der Länder eingebunden.
Warum gibt es vor den Hanauer Krankenhäusern ein Zelt?
Vor dem städtischem Klinikum und dem St. Vinzenz-Krankenhaus stehen inzwischen Schleusenzelte mit Triage (Einteilung). Auch wenn es zu Verzögerungen beim Betreten des Areals führen kann: Zum Schutz aller muss künftig jede und jeder, die oder der auf das Gelände will, im Schleusenzelt zunächst Fragen nach eventuellen Kontakten mit Infizierten oder Krankheitssymptomen beantworten. Anhand der Antworten kann das Klinikpersonal eine Risikoabschätzung treffen, bevor der Zugang gewährt wird – alle anderen Eingänge zu den Krankenhäusern sind gesperrt. Dieses Procedere betrifft die zugelassenen Besucherinnen und Besucher ebenso wie einbestellte Patientinnen und Patienten oder externe Dienstleister. Je nachdem, ob Kontakt zu einer positiv getesteten Person bestand, ob es Symptome gibt oder andere Beschwerden vorliegen, dürfen die Menschen das Gelände betreten oder werden ans Gesundheitsamt verwiesen.
Darf ich Bewohner in Seniorenheimen besuchen?
Ab 4. Mai gilt in den Alten- und Pflegeheimen eine Lockerung des Besuchsverbotes. Nahen Angehörigen und engen Bezugspersonen wird der Besuch von einer Person pro Woche für eine Stunde gestattet. Voraussetzung ist die Einhaltung des Mindestabstands und der Hygieneregeln. Die Besucher müssen einen entsprechenden Mund-Nasen-Schutz (OP-Maske) tragen, der einen besseren Schutz bietet als eine sonst im öffentlichen Raum zulässige Mund-Nasen-Bedeckung. Ferner müssen die Einrichtungen über individuelle Schutzkonzepte nach Maßgabe der RKI-Empfehlungen verfügen.
Darf ich Patienten in den Hanauer Krankenhäusern besuchen?
Ja, die Hanauer Kliniken haben die Besuchsregelungen für Patienten gelockert. Seit 15. Juli erlauben die neuen gesetzlichen Vorgaben des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration, Patienten erstmals seit März wieder regelmäßigen Besuch.
Für Klinikum Hanau und St. Vinzenz-Krankenhaus heißt dies, dass Patienten während der ersten sechs Tage ihres Aufenthaltes zwei Mal von maximal zwei Personen besucht werden dürfen, ab dem siebten Tag dürfen täglich bis zu zwei Besucher zu einem Patienten.
Wichtig zu beachten ist dabei, dass sofern zwei Personen kommen, diese beiden das Klinikgelände gemeinsam betreten müssen, ein Einlass von zwei Besuchern für einen Patienten zu unterschiedlichen Zeiten ist leider nicht möglich.
Für beide Häuser gibt es feste Besuchszeiten, diese sind täglich zwischen 15 und 18 Uhr, letzter Einlass für Besucher ist um 17:30 Uhr. Betreten wird das Klinikgelände durch das jeweilige Schleusenzelt, dort müssen sie zur Kontaktnachverfolgung ein Besucherformular ausfüllen, auf dem auch die Eintrittszeit dokumentiert wird. Grundvoraussetzung für einen Besuch ist, dass die Besucher keine Symptome haben. „Eine lückenlose Dokumentation der einzelnen Besucher ist in der momentanen Phase unerlässlich. So kann das Gesundheitsamt im Zweifelsfall Kontakte einfach nachvollziehen“, erklärt Michael Sammet, Geschäftsführer des St. Vinzenz-Krankenhaus.
Auf dem Gelände müssen Besucher darauf achten, ihren Mund-Nasen-Schutz jederzeit korrekt zu tragen und den Mindestabstand von 1,5 Metern immer einzuhalten. Weiterhin gelten die gängigen Hygienevorschriften, Hust- und Niesetikette und eine gründliche Händehygiene.
Ausgenommen von der Lockerung der Besuchsregelungen sind die Covid-Bereiche der Kliniken sowie die Zentrale Notaufnahme, dort sind weiterhin keine Besuche gestattet.
Die geltenden Regelungen für die beiden Hanauer Kreißsäle sowie die jeweilige Eltern-Kind-Station bleiben von den Lockerungen unberührt und gelten wie bisher. Auch Eltern, die ihre minderjährigen Kinder oder Frühgeborenen in der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin am Klinikum besuchen möchten, können dies regelmäßig tun.
Kinder sind in der momentanen Situation leider auch noch nicht für Besuche zugelassen. Begleitpersonen können Patienten weiterhin nur eingeschränkt und in dringenden Ausnahmefällen zu einer Untersuchung begleiten.
Dürfen werdende Väter mit in den Kreißsaal?
Ja. Im Klinikum Hanau sowie im St. Vinzenz Krankenhaus Hanau gelten gelockerte Besuchsregelungen in der Geburtshilfe. So darf die Gebärende über den kompletten Zeitraum der Geburt vom werdenden Vater oder einer anderen Bezugsperson begleitet werden (auch bei Kaiserschnitten). Sobald Mutter und Kind(er) den Kreißsaal verlassen haben, können sie von der gewählten Begleitperson täglich, zwischen 15 und 18 Uhr, für eine Stunde besucht werden. Der letzte Einlass ist jeweils um 17 Uhr. Den Familien wird außerdem die Nutzung eines Familienzimmers ermöglicht, sofern sich der Vater überwiegend dort aufhält und die Station nicht verlässt. Im Allgemeinen gelten trotzdem auch für die werdenden Eltern die vorgeschriebenen Abstands- und Hygieneregeln sowie die Tragepflicht eines Mund-Nasen-Schutzes. Die Anmeldung zur Geburt ist aktuell noch ausschließlich telefonisch möglich.
Wo finde ich den Ärztlichen Bereitschaftsdienst?
Die neue, vorübergehende Adresse des Ärztlichen Bereitschaftsdienstes (ab Donnerstag, 2. April 2020, 19 Uhr) ist das Jugendbildungs- und Kulturzentrum Hans Böckler ("Hans-Böckler-Haus"), Sandeldamm 19 in 63450 Hanau. Die Öffnungszeiten: montags, dienstags und donnerstags von 19 – 2 Uhr; mittwochs und freitags 14 bis 2 Uhr und an Wochenende Samstag 7 Uhr durchgehend bis Montag 7 Uhr.
Werden Arztpraxen von Allgemein- und/oder Fachärzten geschlossen?
Stand heute ist uns keine Praxisschließung bekannt.
Gibt es im Klinikum kostenloses WLAN?
Ja. Das Klinikum Hanau stellt Patientinnen und Patienten aller Stationen kostenfreies WLAN zur Verfügung. Die entsprechenden Voucher können an der Rezeption im Hauptgebäude abgeholt werden.